Delirio Amoroso

Delirio Amoroso ArcadienDelirio Amoroso widmet sich der Ensemblemusik mit Harfe aus dem 16 bis frühen 18. Jahrhundert. Über die Aufarbeitung von original für Harfe komponierte Werke und deren stilistische Übertragung auf das Continuo von Kompositionen der vergleichbaren Zeit im Frühbarock. Der Ansatz ist der Vergleich von möglichst der Harfe nahen Traktaten mit der Auswahl stilistisch oder zeitgleicher Werke für das jeweilige Konzertprogramm. Das erarbeitete Klangbild ist anschließend die Basis des Continuo und die Improvisationsgrundlage, um schließlich ein geschlossenes Hörerlebnis zu ergeben.

„Delirio Amoroso“, steht für liebevoll entzückter Wahnzustand, ist gedacht als Sinnbild für das geliebte, das Delirium der Virtuosität und des Farbenreichtums im Klang. Nahe dem süßen Delirium in der Musik Arkadiens des frühen Barock, der Epoche der Empfindsamkeit, der damals so modernen Romantik der Antike.
Spezialisten der Improvisation oder der Originalklang-Szene erarbeiten gemeinsam ausgesuchte und virtuose Programme in vorzüglicher Qualität.

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Die Sounbeispiele sind aus verschiedenen Konzertmitschnitten zum Hören, einfach auf den Titel klicken


01 Francesco Rasi (1574-1621) Per chi mia voce
02 Michelangelo Rossi (1601-1656) SttimaToccata
03 Francesco Rasi (1574-1621) E si lieto
04 Francesco Rasi (1574-1621)Occhi sempre sereni
05 Claudio Monteverdi (1567-1643) Rosa del ciel
06 Ascanio Mayone (1565-1627) Toccata seconda
07 Francesco Rasi (1574-1621) Rorate coeli desuper
08 Steffano Bernardi (1580-1638) O dulcissima dilecta mea
09 Claudio Monteverdi (1567-1643) O quam pulchra
10 Steffano Bernardi (1580-1638) Magnificat voce sola

La voce d' orfeo

Francesco Rasi, die Stimme des Orpheus

Das Programm stellt das Werk Francesco Rasis eigenen Kompositionen aus der Salzburgs Erzbischof Markus Sittikus gewidmeten Sammlung „Musice da camera e da chiesa“ vor, ergänzt wird das Konzert mit Höhepunkten aus Claudio Monteverdis Oper Orfeo.

Francesco Rasi (1574-1621), war der gefragteste Tenor der Monteverdi- Zeit, auch Dichter, Theorbenspieler und Komponist. Er sang Hauptrollen in allen damals bekannten großen Opernaufführungen, 1607 verkörperte er in Mantua, den “Orfeo” bei der Uraufführung in Claudio Monteverdis gleichnamiger Oper, mit dem brühmten Harfensolo am Höhepunkt der Handlung.
Auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn, zwingt ihn sein Temperament, zum Versuch des Erwürgens seiner Stiefmutter und dem Erstechen ihres Verwalters.  
Mit Hilfe seiner Dienstherren den Gonzagas aus Matua, konnte er fliehen. Rasi reiste im Gefolge eines Mitglieds der Gonzagas er an den Hof nach Prag. Für einen Auftritt vor Kaiser Matthias wurde er mit einer goldenen Ehrenkette beschenkt. Auf der Rückreise über Nürnberg und Augsburg kam er nach Salzburg an den Hof von Erzbischof Markus Sittikus, dem er eine Handschrift mit eigenen Kompositionen „Musice da camera e da chiesa“ dedizierte. Rasi führte für Marcus Sitticus auch eine Partitur des monteverdischen “Orfeo” im Gepäck mit, der zwischen 1614 und 1619 mehrmals in Salzburg wurde und als erste Oper im Mitteleuropa nördlich der Alpen dokumentiert ist.
 

Virgil Hartinger Tenor
Delirio Amoroso
Hans Brüderl Laute,Barockgitarre
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe


01 Francesco Rasi (1574-1621)Un guardo
02 Francesco Rasi (1574-1621)E si lieto
03 Claudio Monteverdi (1567-1643) Rosa del ciel

Hörbeispiele und Beschreibungen La voce d' orfeo

Frühbarocke Avantgarde am Hof der Salzburger Erzbischöfe um 1600

Virgil HArtingerDas Anliegen der Musiker ist es, die lebendige Musikkultur des frühen 17. Jh.s  in Salzburg mit all der wunderbaren Musik vorzustellen. Die damals starke Verbindung mit der italienischen Musik und Theaterkultur machte Salzburg zu einer der Hochburgen der Frühbarockmusik. Es waren eine Vielzahl an Komponisten, die direkt im Auftrag des Erzbischofs Werke verfassten, bzw. ihm Kompositionen widmeten. Das Werk der damals im Zusammenhang mit Salzburg tätigen Meister unter besonderer Berücksichtigung des Tenors, Francesco Rasi, für Stimme und Continuo soll vorgestellt werden.

Virgil Hartinger Tenor
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe


01 Francesco Rasi (1574-1621) Filli tu vuoi partire
02 Francesco Rasi (1574-1621) Occhi sempre sereni
03 Claudio Monteverdi (1567-1643) Vi ricorda

Auszug aus der Zeitungskritik des "Neuen Tag Oberpfalz vom 23.06.2013"
Erstaunlich und bewegend außerdem, wie sich Harfe und Bass gegenseitig ergänzten und miteinander im Klangbild harmonierten. Wenn Gesang dazu kam, gaben beide Instrumente außerdem ein abgerundetes Tonfundament, so dass der Sänger seine Kunstfertigkeit voll entfalten konnte. Auch wenn wir heute das nur noch unter historischen Aspekten sehen, so waren die vorgetragenen Werke damals Schöpfungen von Neutönern, die bewusst neue Wege der Tonkunst gehen wollten. Und diese "Avantgardisten" sind heute noch anerkannt, auch wenn sie jetzt viel zu selten gespielt werden.

 

Musicam et cantum propter somnum Laudes

Musik und Lieder zur Morgenandacht bis zum Schlaf am Hof der Fürstbischöfe zu Salzburg um 1600
 
Das Programm stellt Kirchenmusik von Komponisten der salzburger Ersbischöfe und deren Vorbilder Anfang des 17 Jahrhunderts vor.
Die lebendige Musik- und Theaterkultur des frühen 17. Jh.s war Basis fruchtbare Entwicklung der Kirchenmusik in Salzburg.  Das Programm hat einen starken Salzburg Bezug. Es stellt einen Teil des reichatigen Werks der Kirchenmusik in Salzburg am Beginn des 17 Jahrhunderts vor.
 
Das Erzstift Salzburg feierte zur Domweihe 1628 das größte Fest, das Salzburg jemals erlebt hat. Die Musik des Hofkapellmeister Stefano Bernardi ließ nach Berichten von Zeitgenossen das himmlische Jerusalem erahnen. Virgil Hartinger und Delirio Amoroso greifen die wunderbare Musik der Zeit auf und stellen Komponisten mit einen direkten Salzburg Bezug und deren berühmte Vorbilder oder Zeitgenossen vor. 
 
 
 
Virgil Hartinger Tenor
Delirio Amoroso
Bernd Geißelbrecht Orgel
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe
 

Mary’s dream

Donan Castle ScotlandSchottische Volkslieder, arrangiert von Joseph Haydn

 

Virgil Hartinger Tenor
Delirio Amoroso
N:N Violine
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe
Martin Hofinger Barockbass

Bearbeitungen schottischer Volkslieder für Singstimme und Begleitung waren um 1800 in England äußerst populär. Joseph Haydn war der erste bedeutende Komponist vom „Kontinent“, der Volksliedbearbeitungen für den britischen Markt schrieb. Während seiner zwei Englandaufenthalte 1791/92 und 1794/95 arrangierte er 150 schottische Volkslieder im Auftrag von William Napier. Haydn richtete für ihn die schottischen Lieder auf moderne Art, manchmal mit dem Zusatz eines Ritornells, ein. Sie sind alle für Singstimme und beziffertem Bass gesetzt. Einleitungen und Nachspiele können auf Grundlage der Liedmelodie von den Musikern improvisiert werden.

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