Konzertprogramme

Hier finden sie Konzertprogramme für Harfe Solo und die Vorstellung ausgewählter Ensembles mit Harfe im Continuo. Die Aufarbeitung von original für Harfe komponierte Werke und deren stilistische Übertragung auf Kompositionen der vergleichbaren Zeit, verbindet die vorgestellten Projekte.
Die Soloprogramme verstehen sich über die Originalliteratur für Harfe hinaus, als Erweiterung des Repertoires der Musik für für Instrumente mit perfekter Ausgewogenheit der Stimmen nach Agazzari, im Sinne der damals gelebten Vielseitigkeit der Tastenvirtuosen auch Harfe zu spielen. Schon einige Gustostücke konnten mit dem Ansatz für die Harfe gewonnen werden.

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Musik zum Ende des Siglo de Oro

El Siglo de Oro – das goldene Zeitalter der spanischen Kunst – zählt zu den bedeutendsten Kapiteln der europäischen Kulturgeschichte. Dabei war das Ende des Goldenen Zeitalters gar nicht so golden. Die Pest ist damals umgegangen, mehrmals war der spanische Staat bankrott, es herrschte Erntenotstand. Das Schloss der Monarchen – eine riesige düstere Klosterkaserne. Der Adel des Goldenen Zeitalters in Oberschichtenapathie, stolz, verarmt und von trauriger Gestalt. Die einfachen Leute hatten viel zu beten und wenig zu essen. Wir haben es mit einer Welt zu tun, die zugleich todernst und exaltiert war. Die Musik der Zeit lächelt tatsächlich, überliefert uns Verzückung, Schmerz, Konzentration, Gefasstheit, Ergebung, Extase und Verzweiflung.
Der spanische Geistliche, Harfenist und Gitarrist Lucas Ruiz de Ribayaz (1626-nach1677) begleitete 1667 den neuen Vizekönig und Amateurgitarristen Pedro Antonio Fernández de Castro y Andrade auf seiner Reise nach Lima. Nach seiner Rückkehr veröffentlichte er im Jahre 1677 in Madrid sein Musikbuch „Luz, y norte musical, para caminar por las cifras de la guitarra españióla y arpa“.  Die komplett erhaltene Musiksammlung umfaßt eine ausführliche Instruktion über die Spieltechnik und Notation der Barockgitarre und der Arpa de dos Ordenes. Die Kompositionen, Chaconas, Zarabandas oder Matachines, sind eindeutig lateinamerikanischen Ursprungs. Barocke Tanzmusik aus Spanien, Italien, Südamerika und dem maurischen Afrika. Ein nobler Fackeltanz der Bauerntanz Villanos oder so klingende Rythmen wie Gallardas, Chaconas, Folias, Españoletas, Canarios, Tarantela. Natürlich die Xácara eine Satire, von Personen, Delinquenten, Schelmen, Zuhältern, Schönlingen oder Gestalten der Halbwelt.
Mit Gitarre und Harfe entsteht ein seltsam archaischer Sound, der sofort unter die Haut geht.

Hans Brüderl Laute,Barockgitarre
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe

 

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Delirio Amoroso

Delirio Amoroso eine TraumDas Ensemble Delirio Amoroso widmet sich der Ensemblemusik mit Harfe aus dem 16 bis frühen 18. Jahrhundert. Über die Aufarbeitung von original für Harfe komponierte Werke und deren stilistische Übertragung auf das Continuo von Kompositionen der vergleichbaren Zeit im Frühbarock. Der Ansatz ist der Vergleich von möglichst der Harfe nahen Traktaten mit der Auswahl stilistisch oder zeitgleicher Werke für das jeweilige Konzertprogramm. Das erarbeitete Klangbild ist anschließend die Basis des Continuo und die Improvisationsgrundlage, um schließlich ein geschlossenes Hörerlebnis zu ergeben.

„Delirio Amoroso“, steht für liebevoll entzückter Wahnzustand, ist gedacht als Sinnbild für das geliebte, das Delirium der Virtuosität und des Farbenreichtums im Klang. Nahe dem süßen Delirium in der Musik Arkadiens des frühen Barock, der Epoche der Empfindsamkeit, der damals so modernen Romantik der Antike.
Spezialisten der Improvisation oder der Originalklang-Szene erarbeiten gemeinsam ausgesuchte und virtuose Programme in vorzüglicher Qualität.

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Programme mit Delirio Amoroso

Einzelbeschreibungen:

Musicam et cantum propter somnum Laudes

TWO LOVES I HAVE

Musica da Camera e lirica

Mary’s dream

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Musica pro Laudes dormire

Musik zur Morgenandacht bis zum Schlaf am Hof der Fürstbischöfe zu Salzburg um 1600
mit Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe
 
Musik zur Morgenandacht, Musik für die Lebensfreude des Tages, bis zu den Träumen der Nacht. Mit Melodien für die Erzbischöfe von Salzburg entfaltet die Phantasie der barocken Harfe ihren Zauber, der uns auch heute noch in seinen Bann zu ziehen vermag. Ein Dialog mit der Musik auf eine Zeitreise in eine ferne und dennoch so vertraute Welt. 
 
„Musik weckte den Fürsten, Musik begleitete ihn zur Tafel, Musik scholl auf seinen Jagden, Musik beflügelte seine Andacht in der Kirche, Musik wiegte ihn in balsamischen Schlummer“. Auch die Tanzmusik besaß einen sehr hohen Stellenwert. Zur Hofkapelle gehörten im Jahr 1612, 24 Hofmusiker und 8 Kapellknaben, 10 Trompeter und ein Pauker, 20 Chorvikare, 8 Choralisten und 8 Chorknaben. Dazu kamen ein Hoforgelmacher und ein Hoflautenmacher. Mit Harfenisten Aloisio Ferrari, als Mitglied in der Salzburger Hofkapelle, ist ist die Rolle Harfe historisch belegt.
 
 

 
 

Ensemble Tientos

Adio
Musik des Siglo de Oro, Neapel, Spanien, Columbien und Peru

Tientos – mvsica antigva
http://www.tientos.at/

Claudia Guarín – Soprano
Julia Kainz – Violín barroco
Jorge Daniel Valencia – Viola da gamba
Gonzalo Manrique – Guitarra barroca
Ana Zauner – Arpa barroca

Das Siglo de Oro, das "Goldene Zeitalter" in Spanien, der Übergang von der Renaissance zum Barock. Es war eine Epoche der hohen Blüte in Kunst und Kultur. Im „Goldenen Zeitalter” ging im Weltreich Spanien die Sonne nicht unter. Die Blüte ging nicht einseitig vom „Mutterland” aus, sondern war die wechselseitige Befruchtung mit den vor allem südamerikanischen Kolonien, das belegt vor allem die Musik. In ihr spiegeln sich die verschiedenen Einflüsse anderer Kulturen wieder. In dieser Epoche erlebt Spanien den Aufstieg zum machtvollen und prononciert katholischen  Imperium. Vor dem Hintergrund, ergibt sich eine besondere Spannung in Botschaft der Musik.
Marizápalos, der weltliche Text wirkt auf den ersten Blick wie eine harmlose Schäferballade, bei genauerem Hinhören entdeckt man aber, dass jede Zeile einen erotischen Hintersinn verbirgt, der den Liebesakt zu einem beinahe religiösen Vorgang stilisiert. Aber auch eine solche  Romanze ließ sich göttlich vortragen, als “gläubige Metapher” in seraphischen Harmonien.
Musik des Siglo de Oro aus Columbien und Peru, heißt schwelgen in Musik, schwelgen in Rhythmen, schwelgen ....

Werke von: D.Ortiz, Santiago de Murcia, Antonio de Salazar, Juan Hidalgo de Polanco, Lucas Ruiz de Ribayaz usw.

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Harfenreise

HarfenreiseAnna Zauner - Pagitsch Arpa Doppla (mittelalterlicher Doppelharfe) Renaisanceharfe, Arpa Dos Ordenes und Arpa Tripla

Die musikalische Reise führt Sie von den ersten Quellen der Harfenmusik aus der Kathedrale von Beauvais in Frankreich zu den italienischen Tänzen des Barockes. Sie machen Station bei geistlicher Musik von Manuel Rodrigues Coelho der Renaissance Portugals. Nach Tänzen aus der Sammlung Luz y Norte beginnt die Fahrt über das thyrenische Meer zu den Meistern der neapolitanischen Harfenszene, Giovanni de Macque und Giovanni Maria Trabaci.

Arpa e Arpa

Arpa e Arpa2 mal Tripelharfe
Leonore von Stauss Tripelharfe
Anna Zauner-Pagitsch Tripelharfe
Der Traum in der Barockzeit, Arkadien aurea aetas, eine Phantasiewelt aus dem versunkenen Griechenland. Die Zuhörer spüren der Lebhaftigkeit und Eleganz der Musik nach. Frühbarocke Raritäten für 2 Barockharfen, virtuose Kompositionen aus dem 17. Jahrhundert von Ascanio Mayone, Giovanni Geronimo Kapsberger, Giovanni Maria Trabaci und Bernardo Pasquini.
Zu den Melodiestimmen der Harfe tritt der Generalbass mit seiner  improvisatorischen Begleitung durch Continuoinstrumente einer Harfe. 2 Tripelharfen im Duett, wechselnd im Solo und Continuo.
Musik für 2 bezifferte Bässe aus dem 17. Jahrhundert bilden den Rahmen für dieses abwechslungsreiche Programm, interpretiert von Anna Zauner-Pagitsch (Arpa Doppia) und Leonore von Stauss (Arpa Doppia).
Im Wechsel zwischen Harmonie, Lebhaftigkeit und Eleganz machen sie das Hören zum Erlebnis.

La voce d' orfeo

Francesco Rasi, die Stimme des Orpheus

Das Programm stellt das Werk Francesco Rasis eigenen Kompositionen aus der Salzburgs Erzbischof Markus Sittikus gewidmeten Sammlung „Musice da camera e da chiesa“ vor, ergänzt wird das Konzert mit Höhepunkten aus Claudio Monteverdis Oper Orfeo.

Francesco Rasi (1574-1621), war der gefragteste Tenor der Monteverdi- Zeit, auch Dichter, Theorbenspieler und Komponist. Er sang Hauptrollen in allen damals bekannten großen Opernaufführungen, 1607 verkörperte er in Mantua, den “Orfeo” bei der Uraufführung in Claudio Monteverdis gleichnamiger Oper, mit dem brühmten Harfensolo am Höhepunkt der Handlung.
Auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn, zwingt ihn sein Temperament, zum Versuch des Erwürgens seiner Stiefmutter und dem Erstechen ihres Verwalters.  
Mit Hilfe seiner Dienstherren den Gonzagas aus Matua, konnte er fliehen. Rasi reiste im Gefolge eines Mitglieds der Gonzagas er an den Hof nach Prag. Für einen Auftritt vor Kaiser Matthias wurde er mit einer goldenen Ehrenkette beschenkt. Auf der Rückreise über Nürnberg und Augsburg kam er nach Salzburg an den Hof von Erzbischof Markus Sittikus, dem er eine Handschrift mit eigenen Kompositionen „Musice da camera e da chiesa“ dedizierte. Rasi führte für Marcus Sitticus auch eine Partitur des monteverdischen “Orfeo” im Gepäck mit, der zwischen 1614 und 1619 mehrmals in Salzburg wurde und als erste Oper im Mitteleuropa nördlich der Alpen dokumentiert ist.
 

Virgil Hartinger Tenor
Delirio Amoroso
Hans Brüderl Laute,Barockgitarre
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe


01 Francesco Rasi (1574-1621)Un guardo
02 Francesco Rasi (1574-1621)E si lieto
03 Claudio Monteverdi (1567-1643) Rosa del ciel

Hörbeispiele und Beschreibungen La voce d' orfeo

Old Home Teachers Buskers

Old Home Teachers Buskers Geprägt hat der Groove von Martin Hayes, mit seiner Tulla Céilí Band. Der Zugang wie im Pub jeder spielt, was er kennt und kann.
Es gibt noch die unzähligen anderen Gruppen und Konzerte mit dem super Groove, die wir hören durften, die bleiben hier unerwähnt. Einige Stücke haben wir von unseren Irlandreisen mitgebracht, gehört auf Konzerten oder in den Noten gefunden.”  Gespielt wir in der typisch irische Art einfach locker flockig drauf los. Durchmixt mit einiege osteuropäischen und südlichen Stücken weils gerade so passt. Sicher eine grooviger Event.


Josef Kili-Old Home Teachers Buskers

Geige Adelheid Gurtner-Raus (Heidi)
Geige Herbert Pomarolli (Pomi)
Thinwhistle und diverses Holzgebläse Kili Sepp (Kili)
Zieharmonika Karin Lettner (Karin)
Gitarre und Gesang Pat Schoibl (Pat)
Harfe Anna Zauner-Pagitsch (Nani)

Frühbarocke Avantgarde am Hof der Salzburger Erzbischöfe um 1600

Virgil HArtingerDas Anliegen der Musiker ist es, die lebendige Musikkultur des frühen 17. Jh.s  in Salzburg mit all der wunderbaren Musik vorzustellen. Die damals starke Verbindung mit der italienischen Musik und Theaterkultur machte Salzburg zu einer der Hochburgen der Frühbarockmusik. Es waren eine Vielzahl an Komponisten, die direkt im Auftrag des Erzbischofs Werke verfassten, bzw. ihm Kompositionen widmeten. Das Werk der damals im Zusammenhang mit Salzburg tätigen Meister unter besonderer Berücksichtigung des Tenors, Francesco Rasi, für Stimme und Continuo soll vorgestellt werden.

Virgil Hartinger Tenor
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe


01 Francesco Rasi (1574-1621) Filli tu vuoi partire
02 Francesco Rasi (1574-1621) Occhi sempre sereni
03 Claudio Monteverdi (1567-1643) Vi ricorda

Auszug aus der Zeitungskritik des "Neuen Tag Oberpfalz vom 23.06.2013"
Erstaunlich und bewegend außerdem, wie sich Harfe und Bass gegenseitig ergänzten und miteinander im Klangbild harmonierten. Wenn Gesang dazu kam, gaben beide Instrumente außerdem ein abgerundetes Tonfundament, so dass der Sänger seine Kunstfertigkeit voll entfalten konnte. Auch wenn wir heute das nur noch unter historischen Aspekten sehen, so waren die vorgetragenen Werke damals Schöpfungen von Neutönern, die bewusst neue Wege der Tonkunst gehen wollten. Und diese "Avantgardisten" sind heute noch anerkannt, auch wenn sie jetzt viel zu selten gespielt werden.

 

bizzarria barrocca

bizzarria barroccaDas Ensemble bizzarria barrocca besteht aus fünf Musikern, die sich zum Ziel gesetzt haben, mit ihrem ausgefallenen Instrumentarium Besonderheiten der Barockzeit zum Klingen zu bringen. Bei „bizzarria barocca“ stehen Werke des 17. Jahrhunderts  aus Italien, Spanien ,Frankreich und England auf dem Programm. Sowohl die Stücke als auch die Instrumente sind Raritäten, die selten in Konzertprogrammen zu finden sind.

bizzarria barrocca

Barockmustte, Flöten: eva schrempf
Tenorzither: martin mallaun
Salterio: heidi schauer
Tripelharfe: anna zauner-pagitsch
Violone: hannes gasteiger

Mehr Bilder findet ihr hier

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Musicam et cantum propter somnum Laudes

Musik und Lieder zur Morgenandacht bis zum Schlaf am Hof der Fürstbischöfe zu Salzburg um 1600
 
Das Programm stellt Kirchenmusik von Komponisten der salzburger Ersbischöfe und deren Vorbilder Anfang des 17 Jahrhunderts vor.
Die lebendige Musik- und Theaterkultur des frühen 17. Jh.s war Basis fruchtbare Entwicklung der Kirchenmusik in Salzburg.  Das Programm hat einen starken Salzburg Bezug. Es stellt einen Teil des reichatigen Werks der Kirchenmusik in Salzburg am Beginn des 17 Jahrhunderts vor.
 
Das Erzstift Salzburg feierte zur Domweihe 1628 das größte Fest, das Salzburg jemals erlebt hat. Die Musik des Hofkapellmeister Stefano Bernardi ließ nach Berichten von Zeitgenossen das himmlische Jerusalem erahnen. Virgil Hartinger und Delirio Amoroso greifen die wunderbare Musik der Zeit auf und stellen Komponisten mit einen direkten Salzburg Bezug und deren berühmte Vorbilder oder Zeitgenossen vor. 
 
 
 
Virgil Hartinger Tenor
Delirio Amoroso
Bernd Geißelbrecht Orgel
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe
 

greenleaves

greenleaves

Grünblättchen vom Haslberg (kennst sicher, den kennt eh jeder in der Gegend, is so a Unikum) Anna von Grillham (kein minderes Unikum) spielen am Spass an der Freud irische Musik vom Feinsten.

Geheimnisvolle Atmosphäre, tiefsinnige grüne Geschichten, aber auch schwungvolle Tänze sind Gustostückerl ihres Repertoires.
Paul Dobretsberger: Vocals, Gitarre, Fiddle, Tinwhistle, Querflöte, Mundharmonika; ein musikalischer Tausendsassa aus Salzburg, spezialisierte sich nach absolviertem Musikpädagogikstudium auf Volksmusik und Mittelaltermusik, verlor aber nie seine musikalischen Wurzeln im Irish Folk.
Anna Zauner-Pagitsch: Harfe, Vocals; Die gebürtige Salzburgerin spezialisierte sich nach absolviertem Konzertfachstudium für Harfe auf irische und historische Harfe.
Der Name des Duos ist eine hommage an „Greensleeves“ (grüne Ärmel im Englisch) einem bekannten Lied aus dem 17. Jahrhundert, welches in eigenem Arrangement im Programm enthalten ist.

 

 

 

Drücken für Bilder und Hörproben von greenleaves

Mary’s dream

Donan Castle ScotlandSchottische Volkslieder, arrangiert von Joseph Haydn

 

Virgil Hartinger Tenor
Delirio Amoroso
N:N Violine
Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe
Martin Hofinger Barockbass

Bearbeitungen schottischer Volkslieder für Singstimme und Begleitung waren um 1800 in England äußerst populär. Joseph Haydn war der erste bedeutende Komponist vom „Kontinent“, der Volksliedbearbeitungen für den britischen Markt schrieb. Während seiner zwei Englandaufenthalte 1791/92 und 1794/95 arrangierte er 150 schottische Volkslieder im Auftrag von William Napier. Haydn richtete für ihn die schottischen Lieder auf moderne Art, manchmal mit dem Zusatz eines Ritornells, ein. Sie sind alle für Singstimme und beziffertem Bass gesetzt. Einleitungen und Nachspiele können auf Grundlage der Liedmelodie von den Musikern improvisiert werden.

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Neapel, und die Harfe im Siglo de Oro

Das Siglo de Oro, das "Goldene Zeitalter", der Übergang von der Renaissance zum Barock, eine Epoche der hohen Blüte in Kunst und Kultur. Im „Goldenen Zeitalter” ging im Weltreich Spanien die Sonne nicht unter. Lucas Ruiz de Rbayaz legte in Madrid 1677 eine Sammlung von populären Tänzen aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts an. Luz Y Norte – Eine Laterne und ein Leitstern, die einen durch die Musik der Spanischen Harfe führt. Das Vorwort umfasst eine ausführliche Instruktion über die Spieltechnik und Notation der spanischen Arpa de dos Ordenes. Die Kompositionen, Chaconas, Zarabandas oder Matachines, eindeutig lateinamerikanischen Ursprungs. Barocke Tanzmusik aus Spanien, Italien, Südamerika und dem maurischen Afrika, die klingenden Rythmen wie Gallardas, Chaconas, Folias, Españoletas, Canarios, Tarantela, natürlich auch die Xácara. Im Königreich Neapel, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts eine Provinz des spanisch-habsburgischen Weltreich, vermischt sich die spanische Kultur der Harfe des Siglo de Oro vorallem in der Santa Casa dell Annunziata mit der hochkarätigen Kunstmusik Roms. Die Harfenvirtuosen entwickeln in Neapel die Musik für Tasten- und andere Instrumente weiter.
Giovanni de Macque (1548 - 1614), als Sängerknabe in der Wiener Hofkapelle ausgebildet, wurde er nach dem Stimmbruch in das Jesuitenkolleg aufgenommen. Es dürften Ordensleute gewesen sein, die ihm den Weg nach Rom ebneten. Dort tritt er in einem Sammeldruck mit Madregalen das erste Mal in Erscheinung. Sein in Neapel lebender Beichtvater war der Herausgeber seines Tempio Armonico und ermöglichte ihm eine Anstellung beim Fürsten von Venosa, Fabrizio Gesualdo. Der überaus umsichtig seine Karriere planende de Macque, erlangte die Stelle des zweiten Organisten an der Santa Casa dell Annunziata in Neapel. Der famose Musiktheorielehrer war dort Lehrer von G.M. Trabaci und A. Mayone.
Girolamo Frescobaldi (1583-1643), hat seinen immensen zeitgenössischen Ruhm in der Hauptsache seinen Instrumentalkompositionen zu verdanken, mit denen er deren endgültige Emanzipation von der vokalen Musik besiegelte. " Mit meinen in Partitur oder in Tabulatur gedruckten Werken von Capricci und aller Art Inventionen habe ich stets der Welt bewiesen, daß es mein sehnlichster Wunsch war, daß jeder, der meine Werke sieht und studiert, davon befriedigt sei und daraus einen Nutzen ziehe"
Ascanio Mayone (ca. 1565 – 1627), Schüler von Jean de Macque und von dem damals sehr berühmten neapolitanischen Harfenisten Gian Leonardo dell' Arpa, betätigte sich auch als Harfenist und Komponist für die damals überaus beliebte doppelreihige chromatische Harfe (Arpa a` due ordini). In den Toccaten und einigen Variationen redet der Komponist eine überraschend subjektive, affektgeladene und gebärdenreiche Sprache, die zuweilen im ziemlich bizarren, zackigen und verschnörkelten Spielformen, in Trillerketten und Bravourpassagen zum Ausdruck kommt. Aufgrund seiner oftmals sehr weit auseinander liegenden Intervalle und Akkordspannungen, welche nur durch Arpeggieren auszuführen eignen sich ausgezeichnet zur Wiedergabe auf der Harfe.Mayone brachte eine weit in die Zukunft weisende Stilsynthese zuwege, die von starker Einwirkung auf die Kunst Frescobaldis gewesen ist. Mit seinen virtuosen Kompositionen war der Neapolitaner Ascanio Mayone einer der bedeutenden Musiker zur Jahrhundertwende vom 16. zum 17. Jahrhundert. Die erste Quelle für neapolitanische Harfenmusik ist die in seinem Libro II enthaltene "Recercar sopra il canto fermo di costantio festa e per sonar all Arpa".
Die Musik von Giovanni Maria Trabaci (1575 - 1647) für Tasten- und andere Instrumente hat aufgrund ihrer starken Ähnlichkeit zu den Werken Frecobaldis und Mayones stets die größte Aufmerksamkeit gefunden. Über 160 Stücke konnten bisher identifiziert werden. Wie sein Kollege Mayone widmet auch Trabaci einige Stücke den experimentellen cimbalo cromatico und der Arpa dopia. Er gehörte einer Epoche an, in der auf der Basis des gelehrten Kontrapunktes mit starken Kontrasten kompositorisch experimentiert wurde. In seinen Instrumentalwerken beweist er mehr als in seiner Vokalmusik, dass er neben de Macque und Gesualdo zu den Protagonisten der Epoche gehörte.

Ana Zauner-Pagitsch Tripelharfe

Hörbeispiele

https://www.youtube.com/watch?v=jg5-QXjdTxU

https://www.youtube.com/watch?v=gNenT_SBDTI

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