| Delirio Amoroso |
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„Delirio Amoroso“, liebevoll entzückter Wahnzustand. Die Harfe verzaubert den Zuhörer in den sonnigen Süden des frühbarocken Italien. Das Knistern der Laute in der Spannung eines geheimen Rendevous, begleitet den Gesang. Italien pur das Süße der Liebe wandelt sich bis zur herzzereissenden Klage. Voller Verzweiflung, ausgesetzt auf einer Insel, schwört Arianna die Verlassene ihrem untreuen Geliebten Tesio Rache. Lieder aus Italien des 17 Jahrhunderts die von Liebe, Verzweiflung und Tod, erzählt eine Sopranstimme im Continou von Barockharfe und Laute unterlegt. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können Es war Claudio Monteverdi, der Liebe, Verzweiflung und Tod, einen dramatischen Charakter verlieh und zum Erfinder und Begründer der Tradition des Lamentobasses wurde. Im Jahre 1638 beschrieb Monteverdi eine Lamento Komposition mit dem Untertitel „rapresentativo“. „rapresentativo“ bezieht sich auf die musikalische Art der Aufführung. Der Höhepunkt des Programms ist das Lamento d'Arianna. Arianna, die Tochter des Minos auf Kreta, half Theseus im Labyrinth bei der Tötung des Minotaurus. Auf der Heimfahrt nach Athen wurde sie von Theseus allein auf der Insel Naxos zurückgelassen. Laßt mich sterben -laßt mich sterben! Was meint ihr, das mich noch trösten könnte,in solch hartem Schicksal, in solch großer Qual -laßt mich sterben, laßt mich doch sterben! Oh Theseus - oh mein Theseus, ja, du bist immer noch mein, ich will dich noch den meinen nennen obwohl du dich grausam meinen Augen entziehst. Wende dich, Theseus, wende dich doch, Oh Himmel , wende deinen Blick um die anzuschauen die für dich die Heimat und das Königreich verlassen hat, und auf diesem sandigen Gestade nun zurückbleibt - das nackte Gebein schamlosen und wilden Tieren zum Fraß überlassen wird. Die Klage solle, mitleidig kommentiert, frei „al tempo dell’ affetto dell’animo“ – nach dem Zeitmaß des Affekts, der seelischen Befindlichkeit - vorgetragen werden, schrieb Monteverdi. Damit die Musik ihr Gerüst nicht verliert, verfiel er auf die Idee, der imaginären Bühne, auf der sich das Drama abspielte, mit dem Mittel des instrumentalen Continuobasses ein musikalischer klanglicher Bühnenboden, auf dem die Sänger frei und ohne musikalisch umzukippen agieren konnten. Monteverdi, wiederholt einem absteigenden Tetrachord beharrlich – ostinat. Er verlegte die absteigende melodische Linie in den instrumentalen Baß und machte er die Singstimme frei für alle möglichen melodischen Wendungen, während der Baß durch die immerwährende Wiederholung des Immergleichen die Trauerassoziation garantierte. „Rapresentativo“ bedeutet in diesem Fall dramatisch, die Szene entsteht durch die Art der musikalischen Faktur allein in der Imagination des Zuhörers. |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 15. Juni 2009 ) |
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„Delirio Amoroso“, liebevoll entzückter Wahnzustand.