| Ascanio Mayone |
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Wenn es eine verrückte Szene in der Harfenmusik gegeben hat, dann in Neapel um die Wende zum 17. Jahrhundert. Ascanio Mayone komponierte Musik für Harfe und Cembalo virtuos und doch als wäre sie der Tripelharfe auf den Leib geschrieben.
Lassen sie sich verführen nach Neapel zu Beginn des 17 Jahrhundert, mit Anna Zauner-Pagitsch auf der Tripelharfe und Texten vorgetragen von Robert Reiter.. Sie werden begeistert sein, von der Spannung und der Vielfalt der Klänge.
Neapel in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die spanische Kultur der Harfe vermischt sich mit dem überschäumenden Temperament Süditaliens. Um den Harfenvirtuosen Gian Leonardo Mollica (Gian Leonardo dell' Arpa) (1520? - 1602) entwickelt sich eine lebendige Harfenszene. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts stammten fast alle Harfenvirtuosen aus Neapel: Lucrezia Urbani (sie spielte das Harfensolo bei der Uraufführung von Monteverdis Orfeo), Giovan Maria Trabaci, Orazio Michi dell' Arpa, Adriana Basile Ascanio und Giulio Mayone. Die Arpa Doppia wurde so etwas wie ein musikalisches Symbol für Neapel während der spanischen Regentschaft.
Das Libro II von Ascanio Mayone, wie es in der vorliegenden Einspielung erstmals vorgestellt wird, spiegelt in seiner Gesamtheit die Blüte der Harfenmusik Neapels wieder. Der äußerst chromatische und komplexe Kompositionsstil wurde in der Harfenmusik so nicht mehr erreicht. Giulio Mayone, der Sohn Ascanios, war einer der letzten großen Harfenvirtuosen Neapels, bevor sich der Mittelpunkt der italienischen Harfenmusik nach Rom verlagerte und zunehmend an Bedeutung verlor.ProgrammAscanio Mayone (1565 - 1627)Toccata prima Toccata quinta Recercar sopra il canto fermo di costantio Festa e per sonar all Arpa Toccata seconda Recercar sopra il canto fermo di costantio Festa Canzona francese prima Toccata terza Canzona franzese terza Toccata quarta Canzon francesa quarta Partite sopra il tenore antico, o romanesca |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 25. Mai 2009 ) |
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