| Die Harfe der Könige |
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Die Harfenisten der Barockzeit bedienten sich häufig der Literatur der Tasteninstrumente. Diese Umstände griff ich bei der Transkription der englischen Suiten von J. S. Bach auf die Tripelharfe auf.Das Programm versteht sich, über die Originalliteratur für Harfe hinaus, als Erweiterung des Repertoires der Musik für Instrumente mit perfekter Ausgewogenheit der Stimmen im Sinne der damals gelebten Vielseitigkeit der Tastenvirtuosen, auch Harfe zu spielen. Die Transkription der Literatur für Tasteninstrumente auf die Harfe erhält besonderen Reiz, da durch die Veränderung der Lautstärke zusätzliche Affekte zu erzielen sind. An den spätbarocken Höfen der Könige und Fürsten war die walisische Tripelharfe mit ihrer italienischen Abstammung ein sehr beliebtes Instrument, häufig spielten sie die am Hof angestellten Cembalisten. Händel, der Komponist für das große Konzertleben in London des späten Barock, hat mit seinem Konzert für Harfe ein Standardwerk für alle Harfenisten geschaffen. Er hat seine Cembalowerke so geschrieben, als seien sie für die Tripelharfe komponiert. Im Werk Händels ist der große Bogen stets dem Detail übergeordnet, dieses wird oft nur angedeutet; die Verzierungen und Dacapos werden dem Interpreten überlassen. So hat sich, von England ausgehend, etwas wie ein typischer Händelstil entwickelt. Bach, als zweiter großer Protagonist dieser Zeit, komponierte ganz anders. Die ganzen Stimmen sind viel detailierter komponiert, seine Musik wirkt viel ausgearbeiteter, seine Mittelstimmen viel intensiver und selbstständiger, alle Verzierungen sind ausgeschrieben. Für das Konzert gibt das einen Kontrast, der sich in Harmonie ausdrückt, ausgesuchte Werke als wären sie einem Notenbuch für Tripelharfe einer Contess aus dem frühen 18. Jahrhundert entnommen. Der klare Klang des Instruments, das nach der Harp from Chester (17Jhd) nachgebaut ist, betont diese Wirkung. Programm
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| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 10. Januar 2010 ) | |||||||||||||||||||||||
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Die Harfenisten der Barockzeit bedienten sich häufig der Literatur der Tasteninstrumente. Diese Umstände griff ich bei der Transkription der englischen Suiten von J. S. Bach auf die Tripelharfe auf.