| Festa per sonar all Arpa neapolitana |
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Neapel in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die spanische Kultur der Harfe vermischt sich mit dem überschäumenden Temperament Süditaliens.Mit seinen virtuosen Kompositionen war Ascanio Mayone (1565? - 1627) einer der bedeutenden Musiker zur Jahrhundertwende vom 16. zum 17. Jahrhundert. Die erste Quelle für neapolitanische Harfenmusik ist die in seinem Libro II enthaltene "Recercar sopra il canto fermo di costantio festa e per sonar all Arpa". Das Konzert, mit Kompositionen von Ascanio Mayone und seinen Zeitgenossen, Giovanni Maria Trabaci, Girolamo Diruta, Giovanni de Macque und Bernardo Pasquini, wird ein Fest, für italienische Harfemusik, mit ihren Toccati, Canzoni und Recercari wie sie nicht schöner sein können. Aufnahmen zum Konzert: Le mie Arpe und Ascanio Mayone Libro II Giovanni de Macque (1548 - 1614) geboren in Valenciennes. Als Sängerknabe in der Wiener Hofkapelle ausgebildet, wurde er nach dem Stimmbruch in das Jesuitenkolleg aufgenommen. Es dürften Ordensleute gewesen sein, die ihm den Weg nach Rom ebneten. Dort tritt er in einem Sammeldruck mit Madregalen das erste Mal in Erscheinung. Sein in Neapel lebender Beichtvater war der Herausgeber seines Tempio Armonico und ermöglichte ihm eine Anstellung beim Fürsten von Venosa, Fabrizio Gesualdo. Der überaus umsichtig seine Karriere planende de Macque, erlangte die Stelle des zweiten Organisten an der Santa Casa dell Annunziata in Neapel. Der famose Musiktheorielehrer war dort Lehrer von G.M. Trabaci und A. Mayone. De Macque bringt in seinem Capriccio den effektvollen Klang der großen italienischen Tripelharfe vorteilhaft zur Wirkung. Ascanio Mayone (1565? - 1627) vermutlich in Süditalien geboren war Schüler von de Macque und von dem damals berühmten neapolitansichen Harfenisten Gian Leonardo dell' Arpa. Der Harfenist und Komponist für die Arpa Tripla betätigte sich auch als Organist und Cembalist an der Kirche dell Annunziata in Neapel. Die erste Quelle für neapolitansche Harfenmusik ist die in seinem Libro II enthaltene Recercar sopra il canto fermo di costantio festa e per sonar all Arpa. Was als Fuge beginnt, steigert sich in rauschhafte Läufe und verblüfft mit Trillern und anderem virtuosen Zierrat: So klangmächtig und technisch anspruchsvoll betritt die neapolitanische Harfe die musikalische "Weltbühne". Mayone spricht in seinen Toccati eine affektgeladene und gebärdenreiche Sprache mit bizarren und verschnörkelten Spielfiguren. Die Canzoni francesi sind die damals neuen französischen Chansons, oft mit lasziven Inhalt, lebhaft bewegt und häufig humoristisch pointiert, und lassen oft einen bunten Wechsel des Charakters erkennen. Das drückt sich bei Mayone mit Trillerketten und Bravourpassagen aus, unterstrichen mit einem üppigen und verspieltem Kompositionsstil, der den Gebrauch von sehr weit auseinander liegenden Intervallen nicht scheut. Die Ricercari werden in Imitationstechnik kunstvoll auskomponiert und gelten als ein Vorläufer der Fuge. Mayone schreibt so abstrakt und fantasievoll, als wäre er mit seinem Kompositionsstil seiner Zeit voraus. Er behauptet, dass es ohne 'falsche Töne' kaum möglich wäre, wunderbare, musikalische Effekte zu erzielen. Sein reicher Gebrauch der Chromatik führt durch die mitteltönige Stimmung zu äußerst spannungsgeladenen Modulationen. Die Art, wie er die Chromatik einsetzt, entspricht den Möglichkeiten und Vorzügen der dreireihigen italienischen Barockharfe (Arpa Doppia oder Arpa Tripla), mit ihren beiden außen liegenden, diatonischen und einer innen liegenden, chromatischen Seitenreihen. Girolamo Diruta (1554 – 1613) Organist und Musiktheoretiker in Italien, brachte in seinem Traktat „Il Transilvano“ wichtige Hinweise über Fingersätze und Spieltechnik auf perfekten Instrumenten. Die Toccaten von Band I sind Studien, die sich den technischen Schwierigkeiten der einzelnen Hände zuwenden. Man kann sagen, die „Toccata di grado del primo tuono“ ist eine Tonleiter-Etüde für die Harfe. Giovanni Maria Trabaci (1575 - 1647) geboren in Montepeloso, war Komponist, Harfenist und Organist. G.M. Trabacci wurde 1594 in die Santa Casa dell Annunziata als Tenor aufgenommen. Die Kapelle wurde damlas von Camillo Lambardi geleitet. Der zweite Organist war bis zum September 1594 G. de Macque, beide waren vermutlich Trabacis Lehrer. 1601 wurde Trabaci zum Organist der Real Capella von Neapel ernannt. Ab 1602 wurde ihm mit A. Mayone ein zweiter Organist zur Seite gestellt. Nachdem de Macque 1614 gestorben war, übernahm er als erster Italiener die Stelle des Maestro di capella an der Real Capella. Trabacis Musik für Tasten- und andere Instrumente hat aufgrund ihrer starken Ähnlichkeit zu den Werken Frecobaldis und Mayones stets die größte Aufmerksamkeit gefunden. Über 160 Stücke konnten bisher identifiziert werden. Wie sein Kollege Mayone widmet auch Trabaci einige Stücke den experimentellen cimbalo cromatico und der Arpa dopia. Er gehörte einer Epoche an, in der auf der Basis des gelehrten Kontrapunktes mit starken Kontrasten kompositorisch experimentiert wurde. In seinen Instrumentalwerken beweist er mehr als in seiner Vokalmusik, dass er neben de Macque und Gesualdo zu den Protagonisten der Epoche gehörte. Bernardo Pasquini (1637 – 1710) geboren in Massa in Val di Nievole, lebte bei seinem Onkel in Ferrara, der ihn bei verschieden in der Stadt tätigen Musikern ausbilden ließ. Pasquini wird als Organist in der S. Maria in Vallicella, S. Maria Maggiore und S. Maria in Aracoeli in Rom erwähnt. Später war er, abgesehen von seiner gelegentlichen Tätigkeit als Organist an Kirchen in Rom, Komponist für hochrangige Vertreter des römischen Adels.. Für sie schrieb er Werke von großer Bedeutung, darunter Opern, Oratorien, Serenaden und accademie per musica. Er begab sich auf Einladung des Fürsten F. de' Medici nach Florenz, um eine seiner Opern aufzuführen. Zu seinen zahlreichen Schülern zählten u.a. Joh. Ph. Krieger und G. Muffat. Programm
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 15. September 2009 ) | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Neapel in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die spanische Kultur der Harfe vermischt sich mit dem überschäumenden Temperament Süditaliens.